Chorleiter Jochen Faulhammer

Jochen Faulhammer ist als Sänger mit breitgefächertem Repertoire in verschiedenen Genres erfolgreich tätig. Neben den klassischen Feldern Oratorium, Lied und Musiktheater tritt er als Musikkabarettist zusammen mit seiner Begleiterin Christine Weghoff mit dem Programm „Mäh sin ja au wer“ in nordhessischer Mundart auf. Außerdem ist er Sänger des Trios „Alma lusitana“ mit Musik aus Portugal, Brasilien, den Kapverden und seinen eigenen Kompositionen auf Texte portugiesischer Dichter.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf dem Gebiet der Alten Musik, in dem er mit Ensembles wie Hamburger Ratsmusik, Concerto palatino und dem Göttinger Barockorchester als Solist tätig war.

In seiner Tätigkeit als Leiter der Kantorei der Kreuzkirche Kassel (seit 2000) hat er in Zusammenarbeit mit dem Göttinger Barockorchester u. a. eine Reihe der großen Werke und Kantaten Bachs und Händels „Messiah“ aufgeführt, mit dem Göttinger Symphonieorchester außerdem Mendelssohns „Elias“, darüber hinaus die Requiem-Kompositionen von Mozart und Duruflé und Rossinis „Petite messe solennelle“.

In der kammeroper kassel sang er den Ned in Scott Joplins „Treemonisha“ und den Uberto in Pergolesis „La serva padrona“ in einer Fassung mit von ihm selbst neu übersetzten deutschen Rezitativen.

Seine Ausbildung zum Kirchenmusiker erhielt Jochen Faulhammer an der Hochschule für Künste in Bremen. Zu seinen Lehrern zählten Wolfgang Baumgratz und Hans-Ola Ericsson (Orgel), Wolfgang Helbich und Alexander Wagner (Chorleitung) und Maria Kowollik (Gesang). Vorausgegangen war ein Studium als Instrumentallehrer mit Hauptfach Orgel an der Musikakademie Kassel. Seine sängerische Ausbildung vertiefte er während seiner Jahre als hauptberuflicher Kirchenmusiker in Niestetal und Zierenberg bei Hans-Georg Dechange (Hofheim) und Stefan Adam (Staatstheater Kassel, jetzt Staatstheater Hannover). Hinzu kamen Studien und Kurse bei Uta Grunewald (Göttingen) und bei Anna Sterzer im Opernstudio Belcanto (Kassel), wo er zuletzt als Graf in Mozarts „Hochzeit des Figaro“ aktiv war.

Abgerundet wird seine Tätigkeit durch Mitwirkung in Ensembles wie dem Vocalensemble Kassel (u. a. in der Produktion „Autland“ bei der Ruhrtriennale 2009) und den Vokalsolisten St. Jacobi (Rotenburg/F.).

Als Vorstand des Vereins cavata cassel e. V. arbeitet er zudem an der praktischen Erschließung der bedeutenden Notenbestände aus der Zeit der Casseler Hofcapelle in der Universitätsbibliothek Kassel.